Laser, Teil 8: Saufi-Saufi Geschenke

Ich habe einen Geburtstag vergessen. Einen wichtigen. Gestern hätte ich gratulieren müssen und wollen. Bester Freund und so. So ne Shice.

Aber.

Ich hab ja nen Laser.

Und mir – KV* der ich bin – schon weit im Vorfeld diverse Artikel geordert, die ich später lasern wollte. Später ist jetzt.

* “KV” – gesprochen [Ka-Vau] – steht für Cleverer Fuchs. Fragt nicht.

Beispielsweise hatte ich mir mehrere Viererpacks Schieferuntersetzer gegönnt, und die bekommen jetzt ne schöne Personalisierung.

Besagter Freund ist nämlich Whiskies zugeneigt und sammelt solche edlen Tropfen.

Der hat von mir schon ne Whisky-Lampe, die Benchmark ist also bekannt.

Mein Problem a.k.a. “die Herausforderung”: Ich hab ja immer noch keine Kamera im Gehäuse verbaut, die ein Bild des Werkstückes aufnimmt, sodass ich in Lightburn meine zu gravierenden oder zu schneidenden Objekte exakt ausrichten kann. Soll ja schön mittig sitzen. Also muss ich mir was einfallen lassen.

Der einfachste Weg: Ich spanne meine alte Multiplex-Experimentierplatte ein, befestige sie mit den neuen Wabennadeln, schneide… bitte was?

Aber Daniel, was sind denn bitteschön Wabennadeln?¿!?

Ach, hab ich euch das noch nicht gezeigt? …nein, hab ich nicht. Also kurze brummsche Abschweifung:

Wabennadeln steckt man in die Waben der Wabenplatte* und klemmt das Werkstück damit fest, auf dass es nicht verrutsche.

* Wabenplatten oder Wabentische (engl. honeycomb plate) sind für die Belüftung unter dem Werkstück da, damit beim Lasern der Rauch abziehen kann und das Werkstück untenrum keine Schmauchspuren kriegt. Schmauchspuren untenrum sind nämlich nicht schön.

So hier sehen die Wabennadeln aus und so (rechts am Rand) werden sie benutzt:

Der Laser lasert sich sein eigenen tools aus: Wabennadeln

Natürlich kann der Brumme sich jetze nich irgendwelche Wabennadeln machen. Nein, meine müssen natürlich was Besonderes sein. Wo kommer denn sonst hin? (c;

Na, hat irgendjemand von euch Wabennadeln mit Hochliteratur droff? Ob Robert Frost geahnt hätte, dass seine Gedichte mal auf Laserzubehör zu finden sein werden..?

Aber zurück zum Thema. Die Untersetzer, bzw. die Schablone für selbige.

Die Untersetzer sind 10×10 cm groß, also habsch mir fix vier ebenso große Quadrate ausgelasert,…

… in die ich die Schieferplatten einlegen kann. Nach dem Auslasern sollte der Wabentisch natürlich tunlichst nicht verrutscht werden. Guess what happened.

Der Laser in Aktion:

Und die fertigen Geschenke. Pseudo-edel und gleichzeitig niveaulos. So mag ich das. (c:

Kommt mal ein bisschen näher ran, damit ihr die Gravuren aus der Nähe sehen könnt:

Und das Whiskyglas:

Der Laser trägt bei 60% Power wesentlich mehr Material ab als bei der allerersten Schiefergravur neulich. Das war zwar auch nur mit 40% Leistung graviert, aber dafür auch langsamer (1500 mm/min verglichen mit den 2000 mm/min heute). Spannend.

Allerdings ist das auch ein anderes Material heute. Klar, beides ist Schiefer, aber der von neulich war ne Schieferschindel, die 30 Jahre auf nem Dach zugebracht hat, und sicher nich aus demselben Steinbruch kommt wie die Untersetzer. Das bestätigt, was ich bei all den Leuten mit Laser-Erfahrung mehrfach gelesen habe: Jedes Material ist anders, und am besten jedes Mal vorher nen Parametertest machen. Ging hier nicht, aber es hat ja geklappt.

Jetzt muss das Geschenk nur noch überbracht werden, samt zerknirscht vorgetragener Verspätungsentschuldigung.

Bin dann mal weg.

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