Bitte nicht stören: Der Laser bekommt einen Entstörfilter

Mein Sculpfun Laser hat ein kleines Problem: Das mitgelieferte Netzteil schirmt nicht besonders gegen Spannungsspitzen ab, und das bedeutet, dass das Motherboard (also der Controller) hin und wieder einen elektrischen Schluckauf bekommt, wenn ich im laufenden Betrieb die Absaugung oder den Luftfilter an- oder abschalte. Die hängen nämlich alle an derselben Verteilerdose, und damit am selben Stromkreis:

Die Beschriftung bringt hoffentlich etwas Klarheit in das Chaos, aber ich bin mir sicher dass jeder elektrisch halbwegs Begabte nervöse Zuckungen bekommt im Angesicht dieses Chaos… zu Recht. Und ja, definitiv könnte man das noch ordentlicher gestalten. Steht auf der to-do Liste, aber eher nur so mittel-weit oben.

Das Problem mit dem stoppenden Laser hatte ich in einer Lasergruppe erwähnt, und von Melvin Isken den Tip bekommen, da einen EMI-Entstörfilter zwischenzuschalten. In seinem Wiki gibt es einen kurzen Hinweis auf das Problem:

Er empfahl mir dieses Modell:

EMI-Filter oder auch Entstörfilter sollen elektromagnetische Interferenzen rausfiltern, also genau das, was bei mir passiert: Starte ich die Absaugung, braucht der Motor der Ventilatoren beim Start kurzzeitig einen sehr hohen Anlaufstrom, und das macht sich im gesamten Stromkreis bemerkbar, bei allen Verbrauchern, die da noch so dranhängen. Die meisten juckt das wenig, aber der Controller des Lasers ist nunmal eine zarte elektronische Seele, die Spannungsspitzen gar nicht mag. Und das scheinbar eher preiswerte Netzteil des S9 ist offensichtlich überfordert, wenn de Brühe schwappt*.

* “Brühe off dor Schnure” = Strom auf dem Kabel. De Brühe schwappt (auch: schwabbd) = Spannungsspitzen.

Der Entsörfilter kostet (derzeit) keine 30€, also hab ich nicht lang überlegt. Dazu brauche ich noch einen Schukostecker (wird von einem nicht mehr benötigten Altgerät gemopst) und eine Schuko-Dose (von denen habe ich immer ein paar da).

Der Filter wird auf ein stabiles und schweres Reststück Multiplex geschraubt. Ich will hier ordentlich Gewicht haben, damit das Ding nicht umkippen kann oder im ELT-Chaos (siehe oben) rumgeschubst wird.

Da ich den Filter nicht mit offenen Kontakten rumliegen haben will, muss da ein Gehäuse drumrum. Also schnell eine Box ohne Deckel mit dem online-Generator “konstruiert” und ausgelasert:

Der runde Ausschnitt im Deckel ist, ihr ahnt es, für die Steckdose. Durch den rechteckigen Ausschnitt kommt das Kabel des Steckers. Hier geht nicht einfach ein kleines Loch zum Durchstecken des Kabels, weil ich die Box von oben über die Basis schieben will.

Zusammengesteckt sieht das dann so aus:

Die Steckdose wird von innen durch das Loch gesteckt und am Deckel großzügig mit Heißleim festgeklebt.

Anschließend wird die Kiste über den Sockel gestülpt und fertsch ist der Lack:

Das heißt… fast fertsch. Die Kiste ist jetzt zwar odentlich schwer, aber untenrum auch recht glatt. Also rutscht die garantiert rum, und um das zu verhindern, kommen noch vier selbstgemachte Antirutschfüße unten ran. Jawoll, selbstgemacht. So krass bin ich drauf, dass ich mir meine Antirutschfüße selber schnitze! (c:

Ach kommt, wem will ich da was erzählen… selbstgeschnitzt, my ass. Das sind einfach nur vier Heißleim-Dubbse*. Ich weiß nicht mehr, wo ich das mal aufgeschnappt habe, aber das ist ne ziemlich nützliche Sache. Ihr glaubt gar nicht, wieviele Dinge ich schon mit Heißleimdubbsen gerutschsichert habe! (c:

* Dubbs = ein generisches kleines Etwas, eng verwandt mit “Bippus”.

Und ja doch: Der Sockel ist total schräg. Das liegt daran, dass ich die Box besser entweder einen halben Zentimeter höher gemacht hätte oder nicht bis ganz runter schieben kann. Da es hier aber nicht auf ne perfekte Waagerechtigkeit (gibt’s das Wort schon?) ankommt, hab ich das achselzuckend zur Kenntnis genommen und Box & Sockel mit ein wenig(!) Heißleim fixiert. Reicht so. Ausnahmsweise stört das meinen inneren Monk nicht. Weiß auch nicht was heute los ist.

Ne Vorlage verlinke ich diesmal nicht, denn eure Bauform wird vermutlich andere Maße haben.

Jetzt muss sich der Filter in der Praxis bewähren. Was schwierig zu beurteilen sein wird, denn diese elektrischen Schluckaufse waren bis dato recht selten. Wenn die jetzt also nicht mehr auftreten, dann tut das Teil seinen Dienst.

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