Bautagebuch Gartenhaus, Kapitel 6: Die große Ratlosigkeit

Holzfassade, aber wie?

Diese Frage treibt mich von Anfang an um, und ich hatte bis jetzt keine zufriedenstellende Antwort gefunden. Was beim Hausbau die Lampen waren, ist beim Gartenhaus die Optik der Fassade. Der Plan B wäre gewesen, ne klassische hinterlüftete Fassade mit Trapezbrettern zu machen. Ähnlich wie beim brummschen Carport:

Aber so richtig überzeugt hat mich das nie. Mir gefällt das – am Carport. Das Gartenhaus dagegen…? Nee, das muss anders. Nur wie?

Es gibt ne gefühlte Trillion Gartenhausfotos im Netz, auch viele die mir richtig gut gefallen. Aber das sind in der Regel eher so Luxusdatschen oder Tiny Houses – also weit über meinem Bühdscheh. Hilft also nicht wirklich weiter.

Letztlich bin ich dann doch noch fündig geworden und habe ein sehr schickes UND machbares UND bezahlbares Design gefunden:

Relativ breite Bretter, horizontal und mit Lücken dazwischen. Eigentlich so einfach, da hättsch auch eher drauf kommen können. Bin ich aber nunmal nich. Rückwürgend isses dann immer einfach…

Apropos „Rück“: Die Rückwand ist endlich fällig! Dort kommen Blechplatten ran. Ringsrum hätte ich sowas nie im Leben gewählt. Aber da hinten brauch ich keine aufwändige Holzfassade, das sieht man von der Straße nur durch die Hecke und von innen sehen wir diese Seite gar nicht. Also die Variante „pflegeleicht und unverwüstlich„.

Sechs Platten brauche ich für die Wand, und eine siebente musste ich mit der Flex sechsteln, weil sonst in der Höhe ca. 25 cm fehlen täten. Bonuspunkte, wenn ihr beim Flexen Gehörschutz tragt – das ist ein mörderischer Krach!

Unten kommt noch ne Tropfkante ran, damit das Wasser von der Wand weg läuft und auch nicht auf den Punktfundamenten stehen bleibt. Hey, damit ist eine Seite schonmal fast fertig – läuft! (c:

Bis auf die Dachrinne…

Ein Problem hatte ich allerdings nicht berücksichtigt: Die Platten werden angeschraubt. Eigentlich sind das ja Dachplatten, und da legste dir deine Konterlattung genau so drunter, dass du die Latten genau an den nötigen Stellen hast, und deine Schrauben „Futter finden“. Ich hab die Platten aber direkt auf die OSB-Wand geschraubt. 15 mm starkes OSB. Mit 45 mm langen Spenglerschrauben.

Merkt ihr was…?

Genau:

Autsch.

Man kommt eben nicht immer auf einen Balken…

Die Platten halten auch so, das ist nicht das Problem. Die Platten bieten genug Futter. Aber jetzt gucken mir halt ne Handvoll Schrauben da durch. Die auf dem Bild oben ist gnädigerweise nah am Balken, aber der Rest ist schön mittig dazwischen. UND auf unterschiedlichen Höhen.

Hmpf.

Die erste improvisierte Lösung:

It’s not a bug, it’s a feature.

Gefällt mir fast schon wieder. (c:

An die Rückwand kommt mal entweder ein offenes Regal oder ein Schrank. Entweder ich flexe die Schrauben einfach weg, oder ich lasse die Korken drauf. Vorerst nutze ich die als Ordnungssystem.

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