Bautagebuch Gartenhaus, Kapitel 8: Alles nur Fassade

Das Wortspiel ist lame, I know. Aber was anderes fiel mir heute nicht ein, und als Freund des gepflegten Flachwitzes… anyway.

TL;DR: Die OSB-Fassade wird endlich dicht, Unterspannbahn und Konterlattung kommen drauf. That’s it, mehr nicht.

Gartenhaus im Abendlicht.

Herrlich, dieses Licht, oder?

Wenn ihr genau hinguckt, vergeht euch die Romantik aber gleich wieder: Im mittleren Fenster… seht ihr’s?

Genau: Das ist beschlagen. Wieder! Und der äußere Rahmen ist inzwischen mit OSB blockiert. Nicht nur geschraubt, sondern auch geleimt. Fuck!

Das war, bevor ich das im letzten Kapitel erwähnte Dichtband zwischen die Rahmen gemacht hatte – eigentlich hätte das Foto also ins vorangegangene Kapitel 7 gehört. Man verzeihe mir die chonologische Inkonsistenz.

Na jedenfalls habsch die Platten nochmal entfernt, Fenster uff, ausgewischt, ablüften lassen, Dichtband rein, zugeschraubt, ein paar Tage gewartet. Kein neuer Beschlag. Mit einer Mischung aus vorsichtigem Optimismus und resigniertem Achselzucken hab ich dann die OSB-Platten wieder angebracht, diesmal ohne Leim – man weiß ja nie!

Und gewartet.

Weiterhin kein Beschlag. Prima, endlich!

An anderen Stellen gab’s noch genug zu tun, bspw. oben an der Türseite:

Lauter schiefe und schräge Teile – Hurrah… )c:

Mit dem Trapezgrundriss hab ich mir nicht wirklich einen Gefallen getan. Aber das wusste ich vorher schon. Am Ende wird’s schön aussehen, also muss ich da jetze durch.

Passt. Einigermaßen jedenfalls. Please ignore the ungodly breiten Spaltmaße.

Hinten links oben im Eck unterm Dach ist noch so ein Tetris-Teil:

Ich werd’s vermissen, wenn das vorbei ist. …not.

Endlich, das letzte Puzzlestück:

Weiter geht’s mit der Fassadenbahn. Ich hatte noch ne Restrolle vom Hausbau übrig, wo wir das Zeug auf’s Dach gemacht haben. Leider bedruckt, und die weiße Schrift sieht man später mal zwischen den Brettern durch.

Der Plan: Dort wo die Lücken zwischen den Brettern sind, mach ich mit Sprühfarbe nen Streifen Schwarz drüber.

Zum Glück hab ich das vorher mal an einem Stück ausprobiert. Ergebnis: Die Farbe deckt auf diesem Material genau Null! Vermutlich liegt das daran, dass das diese Art Gewebe hochdiffusionsoffen ist, und die Farbe einfach durchsickert. Auf jeden Fall bin ich jetzt schonmal gewarnt. Ich verwende die Rolle jetzt aber trotzdem. Erstens weil ich’s da habe und der Rest irgendwann mal weg soll, zweitens weil ich nicht erst für zweihundert Euro oder so ne neue Rolle bestellen will und drittens werd ich schon ne Lösung finden, wie man das nicht oder kaum sieht.

Also fröhlich drauflos getackert. Überraschenderweise hab ich an einem Samstagvormittag (gestern) die komplette Fassade fertig bekommen. Nachmittags war erst der nächste Termin im Familienkalender, also nach’m Mittagessen fix nochmal in den Baumarkt und Latten für die Konterlattung geholt.

Ich brauche geschätzt 20 Latten à 3 m. Stückpreis 6€… Ein Wahnsinn! Aber ich hab kaum ne Wahl. Die anderen Baumärkte sind vermutlich nicht viel billiger, außerdem will ich bis zum Nachmittag noch vorankommen. Und in den Wald fahren, nen Baum fällen und die Latten selber schnitzen fällt obviously aus.

Völlig überraschenderweise komme ich ohne weitere unvorhergesehenen Probleme gut voran – und bin pünktlich zum Nachmittag fertsch! (c:

Wie gehts jetzt weiter?

Um die Fenster herum müssen noch rüberzu (sächsisch für horizontal) Latten, damit dort ein Rahmen entsteht.

Anschließend kommen die Fassadenbretter drauf. Die habe ich diese Woche (KW 37) bestellt und warte jetzt gespannt, welche Lieferzeit das Sägewerk hat.

Ach so – ne Tür brauch ich ja auch noch. Das wird wieder so ne Spezialsache werden, ich will nämlich keine Stino-Tür da reinbauen, sondern was ganz was Besonderes. Aber das verrate ich jetzt noch nicht! (c;

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