Endlich die Tomaten abhärten

Das alljährliche Abhärten der Tomaten ist genauso brummsche Gartentradition geworden wie die Anzucht im Frühjahr. Aber dieses Jahr hakt es hier gewaltig: Ich hab mit ca. 55 Pflanzen einfach viel zuviele, um die täglich raus- und wieder rein zu räumen. Die stehen ja alle in 5L-Eimern, und weil die so gagelig sind vom vielen Drinnerumhängen, kann ich bei den wenigsten in jede Hand einen Eimer nehmen, sonst knicken die mir ab. Also 55 mal rein und raus gehen, wobei 1/3 der Pflanzen im 1.Stock steht. Und abends das Ganze dann nochmal. Nein danke.

Allerdings wird mein Leidensdruck auch langsam immer größer. Stellt euch das mal vor: Über fuffzich Teenies in einem Haus. Alle stehen dicht an dicht nebeneinander und kuscheln, einige blühen schon (übersetzt euch die Metapher bitte selbst von „Tomate“ auf „menschliche Teenies“), und keiner hält es wirklich noch lange im Haus aus. Wenigstens haben wir keine große Fliegenplage derzeit. Und die olfaktorische Belastung ist bei menschlichen Teenies sicher auch höher als bei den Tomaten, von daher will ich mal lieber nicht zu sehr klagen.

Das hier ist ein reichliches Drittel aller Tomaten. Schön kuschelig, nor? Die sind dermaßen ineinander verschlungen – Teenies halt – dass man bei jeder Pflanze vo-hor-sich-tigst-möglich erst einmal alles entwirren muss, damit die nicht abbrechen oder abreißen. Na gut, so langsam habsch die Metapher totgeritten. (c;

Aber heute ist Samstag, und draußen ist es bewölkt aber trocken. Die Teenies dürfen also zum ersten Mal raus. Hab schon alles vorbereitet und Bretter über die Kübel gelegt, wo die Eimer drauf kommen:

Ne reichliche halbe Stunde später sindse alle an der frischen Luft:

Die Temperaturen sind gerade…naja, ich würde eigentlich sagen „frühlingshaft mild“ – die MIN & MAX-Temperaturen auf dem Thermometer sind von heute Nacht bzw. gestern tagsüber. Doch Ende Mai bin ich damit nicht so richtig zufrieden. Aber mich fragt ja keiner, ich muss es nehmen wie es kommt. Ihr ja vermutlich auch. (c;

Eine Pflanze ist abgeknickt und wurde zum spontanen Steckling deklariert. Entweder sie kommt durch oder nicht. Bin schon froh dass ich nicht mehr Verluste hatte, aber ärgerlich isses trotzdem.

Mal sehn wie die sich jetzt alle machen… Eigentlich soll man beim Abhärten ja stundenweise anfangen und dann täflich die Dauer erhöhen, aber ich hab jetzt erstmal nur das Wochenende. Wochentags wird mir das früh einfach zu stressig, noch ne halbe Stunde eher aufzustehen! Aber laut 16-Tageprognose wird’s ab Mittwoch nachts warm genug für Tomaten bleiben:

Die bleiben also bis heute Abend draußen. Ein bisschen Sonne hatten sie jetzt (Samstag 29.5., früher Nachmittag) schon abbekommen, aber da es überwiegend bewölkt ist, perfekt. Nachts soll es klar werden mit nur 4°C, also definitiv wieder rein.

Bedeutet: Heute und morgen abhärten, dann noch 2 Tage drin lassen und dann… tja was dann? Thun’sche Frucht-Tage sind ja erst wieder in einer Woche (Sonntag 6.6. ab 8 Uhr), also…? Ab Mittwoch nachts einfach draußen lassen? An der Hauswand stehen sie zumindest relativ geschützt…

Verspäteter Frühling

Alles andere kommt jetzt auch so richtig ins Wachsen und Blühen. Die Azalee beispielsweise, an der kann man ab jetzt täglich Fortschritte sehen:

Die Kartoffeln legen auch so richtig los!

Selbst die bisher blüh-faulen Erdbeeren haben sich berappelt – und ich dachte schon, wir hätten dieses Jahr ger keine dran.

Hier noch ein schöner Vergleich des großen Beets: Links vom 13. Mai, rechts von heute (29. Mai).

Wahnsinn, oder? (c:

Und erfahrungsgemäß wird das Wachstumstempo mit den hoffentlich baldigen wärmeren Temperaturen noch deutlich zunehmen! Es gibt so ne Phase im Gartenjahr, da explodiert alles förmlich. Da warte ich jetzt drauf, wie wir alle vermutlich.

Hummel im Schlafzimmer

…oh, fast vergessen: Neulich hatte ich an einer der Schlafzimmertomaten ne niedliche Hummel sitzen.

Die hat eine(?) Nacht bei uns verbracht und wurde dann vormittags wieder rausgebracht, wo sie sich wegen der Kühle nur seeehr langsam bewegte – perfekte Gelegenheit um die Makro-Funktion der Handykamera mal auszutesten!

Ich war ziemlich beeindruckt:

Natürlich wollte ich es ganz genau wissen, wer das ist. Die Recherche ergab:

  1. Ist vermutlich ne Wiesenhummel.
  2. Es gibt gefühlte drölfzigdausend Hummel- und Bienenarten. Ich hatte ja keine Ahnung!

Hier ein paar hilfreiche Seiten, falls ihr auch mal wissen wollt, wer da bei euch rumsummt.

https://offene-naturfuehrer.de/web/Schl%C3%BCssel_zur_Bestimmung_von_Hummeln

https://naturspaziergang.de/Portrait-Seiten/Bienen-Portrait.htm

https://www.beebetter.de/uebersicht-ueber-bienenarten

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