
Eine feste brummsche Tradition ist ja, dass wir jedes Jahr den aller-, aller-, allerschönsten Weihnachtsbaum ever haben. Will heißen: Jedes Jahr wird im Garten irgendein schiefer Stachel umgesenst oder ein zu groß gewordener Nadelbaum eingekürzt und dann gegen seinen Willen geschmückt. Dabei entbrannte irgendwann zwischen uns und meinen Eltern (die ebenfalls in Brummehausen wohnen) der Wettstreit um den hässlichsten Baum. Weihnachtliche Selbstironie sozusagen.
Dabei ging es nie um explizite Hässlichkeit. In den selbstgemachten Baumschmuck und andere weihnachtliche Deko fließt nämlich durchaus viel Liebe und Bastelzeit. Beweismittel für diese Behauptung findet ihr in den Weihnachtsartikeln im Blog.
Hier ein paar Highlights:
Gut, die Kugelfresser sind definitiv auf maximale Häßlichkeit optimiert. Weil… Ironie und so, wissenschon. Die Idee hatte ich auf einer 3D-Druck Seite gefunden und das dann mit Bauschaum und Farbe nachgebastelt.
Mit der Ankunft des Lasers in Brummehausen kam natürlich ausgelaserter Baumschmuck dazu, und bei Hobbygärtnern hängt dann eben Gartenzwerge und Gemüse am vegetarischen Weihnachtsbaum:
Hier, sowas in der Art. Das Gemüse hängt ganzjährig an der Lampe über’m Esstisch. Guckt sich irgendwann weg, aber aller paar Tage/Wochen guckt man’s doch mal wieder bewusst an, und dann macht das instant gute Laune.

Die Adventskalender für die Kids sind auch selbstsgemacht und werden jedes Jahr anders befüllt, mit Legomänneln, Pokemon und MtG Sammelkarten, etc… die Interessen ändern sich ja jedes Jahr.
Einige Dekoprojekte standen sogar so kurz vor der Serienproduktion, dass ich schon… ja, was?
Aber Daniel, was ist denn ein vegetarischer Weihnachtsbaum?
Ach so… das ist einer, für den kein Baum sterben musste. Die Kinder kamen vor Jahren darauf, dass sie keinen umgesägten Baum wollen, aber auch kein künstliches Plastevieh. Die haben’s halt kapiert. Und wer sind wir, dass wir dem nicht entsprechen?
Klar hab ich einen kleinen Weihnachtsbaum ausgelasert, aber um den richtigen, großen Baum zu ersetzen, brauchste schon ne andere Idee.
Also hatte ich 2023 den vegetarischen Weihnachtsbaum erfunden: Ein runder Vollpfosten als Stamm, in dessen ringsrum gebohrte Löcher Nadelbaumzweige gesteckt werden. Sozusagen ein Baumbausatz. Diese Äste sind quasi „Verschnitt“, die fallen eh an, wenn Weihnachtsbäume auf Wunschmaß gekürzt werden. Das finden die Kids gut, damit waren sie zufrieden – und wir auch.
Letztes Jahr kam dann noch Dr. Who Baumschmuck dazu: Ein Weeping Weihnachtsengel und eine Tardis zum Ranbammeln.
Dieses Jahr gehen wir einen Schritt weiter: Kein hässlicher Stachel, keine eingekürzte Baumspitze, kein Baumbausatz – kurz:
Nüscht.
Nüscht, as in „null, nada, njente. Gar nichts, kein Baum, auch kein Baumbausatz„.
Wir haben nämlich ein halbes Dutzend Physalis zum Überwintern am Westfenster stehen, genau an der Stelle, wo sonst der Baum steht. Für nen Baum ist da einfach kein Platz mehr, und anderswo auch nicht. Die Kids mögen die Idee, den Baum dieses Jahr einfach wegzulassen und stattdessen die Physalis zu schmücken. Also maximale Reduzierung dieses Jahr.
Bissel Weihnachtsdeko kommt trotzdem hin, ein paar der Sachen sind uns richtig ans Herz gewachsen. Das meiste davon steht auf’m Kachelofen in der Wohnküche:

Diesen Wichtel hat meine Frau Mama getöpfert, der ist obligatorisch und muss einfach sein.

Der Restholz-Miniweihnachtsbaum mit seinem Miniklimbimschmuck darf auch nicht fehlen.

Die diesjährige Baumalternative
Zwischen Ofen und TV wohnen die Physalis, die heute dezent behängt wurden:

Alt und neu: Der Pinsel-Weihnachtsmann ist eine der ersten selbstgebastelten Weihnachtsdekos, die Tardis kam 2024 dazu.

Hier die Kugelfresser aus der Nähe. Ob ihr wollt oder nicht. (c;

Die kleine Turtleskugel gehört auch schon viele Jahre zum Inventar.

Der Betrachter dagegen ist erst seit letztem Jahr am Start.

Dieses Jahr gibt’s keinen neuen Baumschmuck und auch keine anderen neuen Deko-Objekte. Jetzt ist bissel geschmückt, das reicht. Keiner in der Familie vermisst irgendwas, schon gar nicht den Baum.
Was dagegen wieder mehr geworden ist: Gemeinsame Brett- und Kartenspiele.
Genauso muss das, finden wir.