Vogonengedicht: Ode an die Tomate

Kurzes Zwischenfazit zur 2025er Tomatensaison:

Der Sommer startet verregnet und kühl. Die ganzen sächsischen Sommerferien fielen quasi ins Wasser. Ja, Ferien sind den Tomaten egal, aber den brummschen Gartenzwergen nicht. Beide Gewächsarten waren von Juni und Juli eher nur so mittelbegeistert. Letztere haben die Ferien unbeschadet rumgebracht, erstere haben die kalten und nassen Wochen damit zugebracht, interessante Blattkrankheiten zu entwickeln.

Ich hoffe ja immer noch, dass es keine Braun- und Krautfäule ist. Bitte kein 2021 reloaded! Das war bisher das schlimmste Tomatenjahr ever in Brummehausen (siehe hier, da und dort). Die 2025er Blattschäden sehen bissel anders aus als 2021, aber gesund sind viele der Pflanzen definitiv nicht. Von erntereif ganz zu schweigen, und wohlschmeckend erwähne ich auch gar nicht erst.

Fast forward zu Mitte August: Erst tagelang* deutlich über 30 Grad, jetzt innerhalb von 2 Tagen auf 14°C runter. VIERZEHN! Dafuq?

* Da ich ne Leser-Reaktion bekam, wo mich jemand obviously falsch verstanden hat: Ich rede von einer Woche (ganz konkret für’s Archiv: KW 33), wo längere Zeit (konkret: Dienstag – Freitag) deutlich über 30°C am Thermometer standen. Im Schatten. Die Wochen vorher, und damit meine ich den kompletten Juli sowie Teile des Juni, waren deutlich kälter. Like at least 10°C kälter, give or take. Der betreffende Leser schrieb was von „3 Tage über 28°C“, meinte, wir täten verweichlichen und fabulierte dann irgendwas von Wetterdienst und reißerischen Schlagzeilen „der Medien“.
Meine Replik darauf: Nein, wir verweichlichen nicht, nur weil’s im Sommer mal ne Weile warm ist. Das Problem ist, dass es extreme Schwankungen gibt, wo sich Temperaturextreme dann auch noch ohne große Übergangszeiten abwechseln. Wenn ich mir angucke, wie katastrophal meine Tomaten aussehen und dass andere Gemüsesorten ebenfalls hart zu kämpfen haben bzw. den Kampf verlieren, dann wird das kaum daran liegen, dass „die Medien“ Sensationsjournalismus machen. Aber was weiß ich Schlafschaf schon… [insert augenrollenden smilie here]

Will heißen: Die Tomaten haben’s erst wochenlang nass und kalt, müssen dann tagelang Hitzeschäden wegstecken und dürfen sich jetzt schon mal auf Bodenfröste einstellen. Was ne Qual.

Damit sich auch alle vorstellen können, wie gequält sich eure Tomaten fühlen, hier das passende Vogonen-Gedicht: Ode an die Tomate. Die körperlichen Schmerzen die das auslöst, kommen wohl in etwa denen nahe, unsere Solanum lycopersicum diesen Sommer durchmachen.

Gortulische Tomatenchantre, oder: Ode an die Tomate

Bratzelknorps im Stielgeflunder,
Tomplorr quetscht im Glubbersunder.
Flabbrig quatscht dein Fruchtsubast,
rotzglunz gorpelt, matschverrast.

Splortelgrink, du Samenrotz,
schnurgelwurmig, gluppig Klotz!
Wanzelblubb im Hitzentanz,
klöppelrotzend Fruchtmatschglanz.

O Tompratze, blubbschwer Kloß,
florplunk spritzt und tropft so groß!
Grunzelschorf im Gaumenknoten,
schlecktrief brabbelt Tomatentoten.

Na, da kannste doch so richtig schön die Hirn- und anderen Zellen beim Dahinsiechen und Absterben beobachten, oder? Würx. Und genau so fühlen sich gerade unsere armen Tomaten, also so vong Wetter her.


Wer da jetzt mit leerem Blick davor sitzt und genau Null versteht: Lasst euch das von Douglas Adams Fans erklären. Am besten bei einem kühlen Glas Pangalaktischem Donnergurgler.

Für die armen Schweine, die keine Douglas Adams Fans sind oder haben:

Schönen Rest-Sonntag.

Designers Notes

Weil ich gefragt wurde, wieviele Donnergurgler ich beim Verfassen intus hatte: Keinen, ehrlich gesagt.

Das Ganze war ein sonntagmorgendlicher brummscher brainfart, weil ich mich kurz drüber aufgeregt hab, wie schlecht ChatGPT seit ein paar Tagen geworden ist. Ich nutze das ja intensiv für andere Hobbyprojekte (hust Tabletop Rollenspiel hust) und seit der Umstellung von 4o auf Version 5 hat die Tastatur ein paar Zahnabdrücke mehr. Aber hey, ich verbuche das als kostenlose Trainingseinheit für Aggressionskontrolle und Frustrationstoleranz.

Also dachte ich, vielleicht kriegt GPT 5 wenigstens Vogonenpoesie hin. Stellt sich raus: Ja, schlechte Gedichte kann die „KI“ seht gut. Das hier gezeigte Gedicht war der 2. Versuch und das Bild war nach nur 4 Versuchen so, dass es die brummschen QM-Prüfung zähneknirschend mit Ach & Krach bestand.

Wer das jetzt als billigen Versuch sieht, die Urheberschaft über das obige Machwerk zu leugnen:

Exactly this. Wasn’t me.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.