Tomaten und Paprika größer topfen. Mal wieder.

Wenn ein Artikel mit „Mal wieder.“ losgeht, klingt das erstmal nur so mittelspannend. Und klar – alles hier im brummschen Blog ist nur so mittelspannend, ich gärtnere ja nur. Das ist entspannend, also das Gegenteil von spannend. In der Theorie jedenfalls, manchmal wird’s auch hektisch. Und ich vermute mal, dass meine geneigte Leserschaft auch nicht hier herkommt, weil sie den Nervenkitzel sucht. Also kein Problem.

Hehe – jetzt hab ich Bilder von lauter enttäuschten Adrenalinjunkies im Kopf… (c:

Na jedenfalls ist das hier wieder so’n typischer Brumme-Artikel: Es geht um Grünzeug, Tomaten, Paprika und Zwiebeln, genauer gesagt. Und übers Umtopfen habsch auch nicht das erste Mal geschrieben. Dann lasst uns wenigstens mit etwas beginnen, das Onlinecontent zuverlässig aufwertet: Katzenbilder.

Diese Woche isses ja wieder arschkalt geworden, so richtig mit Unternullgraden und so. Da wird die Miez ganz schnell wieder häuslich. Foto von vor ein paar Tagen.

Heute Morgen auch wieder: Wärmeliebend und sonnenanbetend. Leider auch Baquieuplattsitzend, aber hey, irgendwas ist immer. Wenn ihr durch’s Fenster ins brummsche Wohnzimmer späht, seht ihr die Paprika am BAB* hängen. Ein paar von denen werden irgendwann gleich größergetopft. Heute ist nämlich thun’scher Fruchttag.

* Brummsches Anzuchtbrett, der neueste Schrei in der Vertikalgärtner- und Vorzuchtszene.

Die größten Paprika wurden schon vor ner ganzen Weile größtergetopft, sind inzwischen über 20cm groß, stehen im Hausanschlussraum unter ner anderen Kunstsonne und bilden schon ordentlich Blüten. Hier, guckt mal. Bin stolz wie Bolle! (c:

Die Mysterytomaten, die im Januar in der Anzuchterde der Paprika auf- und in den Besitz des großen Gartenzwerges übergegangen sind, sind schon ordentlich groß. Ich fürchte ja dass die wegen der Wärme hier trotz Kunstsonne zu groß und gagelig werden werden, jedenfalls bis sie Ende Mai raus können. Mal sehn. Gleich werden sich hier jetzt noch ein weiteres halbes Dutzend Paprika und Chili dazugesellen.

Aber vorher kommen die Tomaten dran. Die Größeren unter denen müssen aus den Quickpots raus und in die Konservendosentöpfe rein. Letztere kommen dann in Eurobehälter und dann wieder zurück in die Speisekammer. Guckt mal wie voll es jetzt schon dort ist!

Man sieht deutlich die Größenunterschiede zwischen den beiden Saat- und Pflanzterminen. Die ohne Datum sind die erste Charge, die wurden am 6.3. gesät. Charge zwo dann 10 Tage später.

Vorn: Spitzkohl, hinten: Abessinischer Kohl. Beim Säen des Abessinischen Kohls hatte ich in mehrere Pots gleich zwei Samen gegeben, weil ich nicht wußte wie gut der keimt. Stellt sich raus: Super keimt der. Also hab ich die Zwillinge fix noch pikiert.

Die Gemüsezwiebeln der Sorte „Ailsa Craig“, die bei der letzten großen Pikier- und Rauspflanzaktion drin blieben und nicht der erbarmungslosen Sonne zum Opfer fielen wie ihre ins Beet gepflanzten Geschwister. Die hier werden sorgfältig abgehärtet, bevor sie rauskommen. Aber das hat noch etwas Zeit.

Los geht’s mit der ersten Quickpotplatte. Als Anzuchterde verwende ich wieder fein gesiebten und gebackenen (= sterilisierten und hoffentlich trauermückenfreien) Kompost, der mit dem Substrat von einem Kokosziegel „gestreckt“ ist. Zum einen, weil ich nicht genug einsatzbereite Komposterde habe und zum anderen, damit die Tomaten nicht zu schnell wachsen.

Wenn ihr eure Pflanzen ein paar Tage vor dem Umtopfen etwas trockener haltet, schrumpft die Erde etwas und ihr bekommt die Pflanzen besser rausgenommen:

Mit der Durchwurzelung binsch ganz zufrieden. Das weiß-gelbe da unten ist übrigens Schafwolle, die die Löcher der Quickpots unten verschließt, aber trotzdem das Gießwasser aus dem Untersetzer nach oben durchlässt. Nur falls ihr euch gefragt habt. Das Zeug bleibt drin und baut sich langsam zu Dünger ab.

Größenvergleich zwischen 54er Quickpot und Konservendose: Jep, das sollte erstmal wieder ein paar Wochen reichen, bis die den durchwurzelt haben.

Nachschub aus dem Dosenlager a.k.a. Gartenhaus…

Und weitere Erde backen. Ich erhitze die bis auf ca. 70-80°C. Der Geruch war mir anfangs zuwider, aber inzwischen finde ich ganz OK. Die Familie beschwert sich auch nicht (mehr).

Anschließend ab in die Schubkarre, wo ich sie so großflächig wie möglich ausbreite, damit sie schnell abkühlt. Wie das dampft!

Ein aufgequollener Kokosziegel dazu…

…und das Ganze gut durchmischt. Das Zeuch ist jetzt schön feucht und „babsch“, lässt sich also gut in die Töpfe füllen und andrücken.

Jetzt noch die Pflänzchen der am 16.3. nachgesäten Sorten, von denen in der ersten Charge zu wenig gekeimt waren. Sind ja wieder genug Quickpots frei. Gestaffelte Aussaat rulez! (c:

Mein Quickpot-Pflanzholz aus schwedischer Produktion. (c:

Zum Glück sind noch ein paar Sibirische Birnchen gekeimt! Das ist eine unserer absoluten Lieblingssorten, ohne die wäre ein Tomatenjahr möglich, aber sinnlos. (c;

Beim Eintopfen der Zwiebeln hatte ich für eine Handvoll Jungpflanzen keinen Platz mehr, also hatte ich die in ihrer Kinderstube gelassen. Heute bekamen sie ihre eigenen Quickpots, und bei der Gelegenheit kann ich euch gleich mal zeigen, wie toll sich Ailsa Craigs entwickeln. Man kann schon den Zwiebelansatz erkennen…mit etwas gutem Willen.

Die Paprika sind gut durchwurzelt, höchste Zeit dass die größer getopft wird:

Ich hab mich während des Umtopfens gefragt, ob man Paprika genauso tiefersetzen sollte wie Tomaten… und dann hat eine der Pflanzen meine Frage beantwortet:

Ja, definitiv kann man das – einige der Paprika haben oberhalb der Erde massenhaft Wurzelansätze gebildet!

So, fertsch – zumindest mit den Paprika. Es wird langsam voll im Werk II der brummschen Anzucht!

Und Werk I in der Speisekammer kommt ebenfalls an seine derzeitigen Kapazitätsgrenzen. Da werde ich wohl demnächst nochmal umräumen müssen und das Fach darunter ausräumen müssen.

Fertsch – endlich! Jetzt isses später Nachmittag, angefangen hab ich vormittags. Mit familienbedingten Unterbechungen (u.a. ein episches Fußballtournier „Brumme gegen Brumme“) waren das gut und gerne fünf Stunden Arbeit, aber schöne Arbeit. Jetzt ist erstmal wieder mindestens ne Woche Ruhe, bis die nächsten Tomaten dran sind, vielleicht auch zwei.

Aber ich wette, dass es bis dahin trotzdem nicht langweilig wird. (c:

Kommentar verfassen