Rippchen im Dutch Oven

Ein halbes Jahr isses inzwischen her, als wir das letze Mal Rippchen im Dopp gemacht haben. Wir sprachen darüber, Ende Oktober 2021 war das.

Am Samstag haben meine Eltern Brot gebacken und zum gemeinsamen Verzehr desselben eingeladen. Und die Resthitze im Steinbackofen reicht immer noch locker aus, um danach eine oder mehrere Leckereien hinterher zu schieben. Die beiden haben also noch nen leckeren Braten gezaubert, und ich wollte schon lange mal wieder Rippchen ausm Dutch Oven machen.

Also ohne weitere Vorrede, hier das Rezept (für 6 Erwachsene und 3 Kinder).

2,5 kg Schälrippchen vom Schwein mit Magic Dust marinieren. Das ist eine Trockenmarinade (dry rub), googelt das mal. Kann man ideal vorbereiten und im Schraubglas bevorraten. Ich hab das Fleisch ne knappe Stunde lang ziehen lassen, aber eigentlich kann man es auch gleich mit den anderen Zutaten in den Topf stapeln – dort zieht es genauso gut durch. Lasst es ruhig 2-3 Stunden da drin bevor der Dopp in den Ofen kommt bzw. die Dutch Oven-Traditionalisten unter euch die Kohlen aufsetzen.

Der Topf – Entschuldigung – Dopp wird mit Bacon ausgekleidet…

…und dann mit kleingeschnippeltem Gemüse eine Art Fundament gebildet. Wir haben drei Paprika und doppelt soviele Zwiebeln genommen.

Auf diese Schicht werden dann die marinierten Rippchen gestapelt und das ganze mit ca. 500 ml BBQ-Soße eurer Wahl gewürzt. Wenn ich ehrlich sein soll: Wir haben einfach zwei kleine (250 ml) Flaschen fertige Soße ausm Supermarkt verwendet. Natürlich kann man sich den Mehraufwand machen und selbst ne Soße zaubern, aber erstens war diesmal für sowas keine Zeit und zweitens ist das Resultat dermaßen lecker gewesen, dass wir das zukünftig immer so machen werden. Die Puristen unter euch mögen mir verzeihen. (c;

Das Ganze müsste jetzt theoretisch bei 160-180°C dreikommafünf Stunden lang durchgaren. Der Backofen hatte nur noch knappe 160°C Resthitze und ich weiß aus Erfahrung dass die bis zum Abend deutlich sinken wird. Also habe ich ne anderthalbe Stunde Zeit dazugegeben und den Dopp entsprechend eher reingeschoben. Fünf Stunden also, beginend bei 160° und endend bei ca. 120°C.

Der elterliche Braten. Nur mal so zum Zeigen. (c:

Ergebnis: Nach fünf Stunden waren die Rippchen geradezu perfekt. Die Würzung war einfach oberlecker – wir haben’s wegen der Kinder ohne scharfe Gewürze gemacht – und traumhaft zart. Dazu ofenfrisches Brot und ein Gemüseteller, als Alibi sozusagen. (c;

Es blieb jede Menge Soße übrig…

…also gab es die einen Tag später zusammen mit Reis und Tzatzicki.

Zeitlich hielt sich der Aufwand im Rahmen, die Vorbereitungen haben vielleicht ne halbe Stunde gedauert. Durch den Backofen erübrigte sich das dauernde Kontrollieren und Nachlegen der Kohlen und ich musste nichtmal Flüssigkeit nachfüllen, weil so gut wie nix verdunstet war. Das werden wir zukünftig öfter so machen. Das Reinigen hat nochmal ne Viertelstunde gedauert – aber gut, damit muss man bei nem Dutch eben rechnen. Das isses definitiv wert! (c:

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