Pokemonblumentopf selbst gedruckt

Unsere Kinder lieben Pokemon: Erst wurden die Karten gesammelt und getauscht, wenn auch nur selten tatsächlich bespielt, aber das ist wohl bei vielen so. Weihnachten 2023 trat dann Pokemon Go in unser Familienleben und ist seitdem nicht mehr wegzudenken.

Natürlich muss man aufpassen dass das Ganze im Rahmen bleibt, denn das Spiel feuert in allen seinen Aspekten direkt und zielsicher auf’s Belohnungs- und Suchtzentrum. Hut ab vor den Machern. Aber das Ganze hat auch Vorteile: Die Kids gehen jetzt gern spazieren(!) und könne sich im Freien recht gut auf Karten wie Googlemaps orientieren. Echte Lifeskills also, oder wie man das nennt.

Der wichtigste Punkt aber: Wir Erwachsenen spielen mit (ich deutlich mehr als meine Frau, zugegeben) – wir haben also mit den Kindern ein gemeinsames Hobby/Thema/Interesse. Und das ist unheimlich toll.

Nun hat Kind zwei demnächst Geburtstag, und das ist ein schöner Grund, den 3D-Drucker anzuwerfen und was Feines zu drucken. Die Wahl fiel auf einen selbstbewässernden Relaxo-Blumentopf. Die Druckdateien sind kostenlos (guckst du hier) und sehr gut gemacht.

Ich hatte zwar ein paar Probleme beim Druck, aber das lag an mir und nicht am Urheber: Ein paar der Support Trees* wurden während des Drucks vom Druckkopf abgebrochen, sodass der Drucker an diesen Stellen dann das Filament in die Luft gedruckt hat. Das geht natürlich nicht, denn die Filamentfäden müssen ja irgendwo aufliegen. Tun sie das nicht, entstehen „Spaghetti“. Manchmal „fängt sich“ der Druck dann wieder, nämlich wenn der Spaghetti-Fitz nach ein paar Layern beginnt, sich selbst zu tragen. Das ist aber bei mir bisher wunderselten der Fall. Wenn ich rechtzeitig dazukomme wenn sowas passiert, breche ich den Druck meistens ab und muss von vorn beginnen.

In diesem Fall hatte ich Glück, denn die Spaghetti-Stellen haben sich alle wieder gefangen und der Druck gelang dann doch noch:

Außerdem kam ich gerade rechtzeitig dazu und konnte ein paar der abgebrochenen Supportbäume schnell wieder mit Heißleim ankleben. So konnte der Druck weitergehen, bevor es zu einer größeren Katastrophe kommt.

Die einzelnen Teile habe ich mit verschiedenfarbigen Filamenten gedruckt, sodass ich das Ganze nicht noch extra bemalen musste: Beige für den Körper, weiß für die Zehen, hellbraun für die Fußsohlen (sieht man auf den Fotos leider nicht, reiche ich nach) und ein schickes metallisches Dunkelblau für den Körper:

Ganz wichtig: Die Prüfung, ob das Ganze auch wasserdicht ist! Das ist nämlich bei 3D-Drucken nicht garantiert. Ich hab bewusst ne etwas dickere Wandstärke eingestellt und das Beste gehofft.

Nach ein paar Stunden dann der bange Blick auf die Unterseite…

Oh cool, alles furztrocken! (c:

Wäre hier was durchgesuppt, dann hätte ich innen alles mit flüssigem Wachs ausgekleidet. Brauche ich jetzt aber nicht, supi.

Ja schön und gut Daniel, aber was kommt denn da jetzt rein?

Das Geburtstagskind liebt Schnittlauch, also war klar, was wir da reinpflanzen. Diesmal nix selbst Ausgesätes, sondern einfach einen Gekauften.

Leider ist der Innentopf relativ klein, also musste ich vom Wurzelballen einiges wegschneiden. Hoffentlich nimmt mir der Lauch das nicht übel. Ich vermute eh, dass der nicht allzu lange hübsch bleiben wird, denn da ist so gut wie keine Erde dran – der Topfinhalt dieser kaufbaren Küchenkräuter bestehet ja zu 90% aus Wurzeln. Aber gut, dann wird der eben schnell weg gefuttert und anschließend neu bepflanzt. Mal sehen, was der Gartenzwerg da rein haben will.

Das Ganze sieht auf jeden Fall erstmal richtig schick aus!

Bin gespannt wie der Bub das findet. Ich werde im Laufe der Woche berichten. (c:

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