Laser, Teil 3: Die to-do Liste wird kürzer

Viel Zeit war heute nicht, aber ich bin ein paar Schritte näher am Ziel und konnte einige Sachen der vorgestrigen to-do Liste erledigen:

To do:

  • Pumpensteuerungsrelais mit der Pumpe verbinden
  • Abluftschlauch + Dachfensterabdichtung montieren, damit ich mich in der kalten Jahreszeit in meiner Dachkammer nicht der Arme Poet fühle und friere
  • Verkabelung optimieren, damit nix im Weg ist
  • evtl. Firmware / Treiber flashen
  • Software-seitig: Air assist einrichten, Endstops einrichten, Kamera einrichten
  • Erste Schritte mit Lightburn (a.k.a. „dausend duhdorials gucken und nachmachen“)

Pumpensteuerung: Relais-Schaltung mit Hindernissen

Das war zwar theoretisch simpel, aber da ich ein gerüttelt Maß an Respekt vor Strom habe, hab ich mich lieber mehrfach rückversichert. Das Relais sitzt jetzt in einer ordentlichen Übergangsdose und wurde so verdrahtet, wie ich es in Melvins Tutorial verstanden hatte:

Spoiler: So macht man’s NICHT.

Ich hab extra eine Dose mit transparentem Deckel gewählt, damit ich sofort sehe, wenn da drinne irgendwas nicht so läuft wie’s soll. Falls man das überhaupt sieht.

Achtung: Wer komplett ohne Peilung ist, was Volt und Watt angeht, mache sich bitte vorher schlau, was die Adern bedeuten. Hier beispielsweise, oder bei einer der dausend anderen Quellen, die man ergoogeln kann.

  • Grün-gelb: Schutzleiter oder Erdung (PE), nicht strom- oder spannungsführend
  • Blau: Neutralleiter (N), nicht spannungsführend
  • Braun, grau oder schwarz (1 bis 3 Adern pro Stromkabel): Außenleiter oder Phasenleiter, umgangssprachlich auch “Phase” (L1 bis L3), spannungsführend!

Die blaue Ader wird durchgeschleift, die braune Ader kommt ins Relais und wird von selbigem geschaltet. Der Ausgang wird auf COM geklemmt, der Eingang – also die Seite der braunen Ader, die zur Steckdose führt – wird auf NC geklemmt. NC bedeutet “Normally Closed”, also stromlos geschlossen. Das heißt, wenn das Relais NICHT schaltet, ist der Stromkreis geschlossen und Strom fließt – die Pumpe arbeitet also. Man nennt sone Schaltung auch “Öffner”, was kontraintuitiv zu “normally closed ist, aber hey, wer bin ich dass ich den Elektrikern da was vorwerfen könnte.

Jedenfalls macht das Relais genau das, was ich nach dieser Logik erwarten würde: Stecker in die Steckdose –> die Pumpe pumpt. Und zwar durchgängig. Das soll sie ja eigentlich gerade nicht. Ich hätte mit meinen bescheidenen Kenntnissen erwartet, dass ich die “Schließer”-Variante wählen sollte, also NO – “Normally Open”. Dann würde das Relais den Stromkreis erst schließen, wenn der Schaltbefehl vom Motherboard kommt. Aber da Melvin in seinem Tutorial das genauso skizziert hat (braun auf NC und COM), lasse ich das vorerst mal so. Sicherheitshalber habsch im Supportforum ne entsprechende Frage abgesetzt, mal sehn was die Lasermeute meint.

Das Relais hat nämlich noch einen Jumper, mit dem man zwischen “High” und “Low” umschalten kann. Meins stand werksseitig auf High. So wie ich das verstanden habe, kann man damit die Schaltlogik umdrehen. Hab ich versuchsweise gemacht – das Ergebnis: Das Relais schaltet jetzt – man hört ein leises CLICK! – und meine Pumpe ist aus. Dafür leuchtet neben der grünen LED jetzt auch noch ne rote. Whatever that means.

Eine halbe Stunde später hatte ich Hilfe aus der Gruppe. Ja, “NO” ist die richtige Variante (und dann kann der Jumper auch auf High bleiben). War mein Bauchgefühl also doch richtig. COM geht übrigens in die Steckdose und nicht zur Pumpe. Hatte ich vorher andersrum. Also fix bedankt und umverdrahtet:

Ich hab beim Verfassen des Artikels kurz überlegt, ob ich die verkehrte Version wieder löschen soll, lasse das aber drin. Lerneffekt und so. Hoffentlich verwirrt es niemanden.

Ich bekam im gleichen Atemzug noch den Tip, dass man in Lightburn mit dem Kommando in der Konsole “M8” den Air Assist manuell an- und mit “M9” wieder abschalten kann:

Blasen per Knopfdruck, wheee, that’s fun! (c:

Die Abluft muss raus.

Der Ventilator ventiliert, aber bisher bläst er alles nur hinten raus in den Raum. Das geht so natürlich nicht. Den Flexschlauch anzuschließen hat 5 Minuten gedauert. Wieder ein Punkt abgehakt. Die Dachfensterabdichtung kommt irgendwann später, die ist bei den derzeitigen Temperaturen noch nicht essentiell.

Links: neues Hobby. Rechts: Altes Hobby.

Software Shit

Nein, das ist KEIN Software-Bashing. Mir fällt als Marvelfan bei “Software” nur eben reflexartig diese Szene hier ein…

Ernsthaft: Dafür dass ich bisher never ever auch nur annähernd was mit CNC-Maschinen zu tun hatte, sind die ersten Schritte in Lightburn und Laser GRBL gar nicht mal so schwierig. Ich bin absolut kein Konsolentyp. So schön wie das damals war, aber seit die MS-DOS Zeiten vorbei sind, bin ich starker Verfechter von WYSIWYG und grafischen Benutzeroberflächen. Befehlszeilenkommandos sind nich so meins. Da muss ich jetzt halt durch. Aber wie gesagt, Lightburn und GRBL machen einem den Einstieg nicht soooo schwer wie befürchtet.

Gut, ich hab auch Melvins Tutorials im Rücken, die Beiträge von Dragoncut und ne tolle Community zum Nachfragen. Ich steh also auf den Schultern von Riesen, und hab absolut keinen Grund, mir da jetze selbstgefällig auf die Schultern zu klopfen. Anyway, der Laser ist jetzt mit Lightburn verbunden und konfu… konfigi… kon… na also eingerichtet halt. Im Einzelnen:

  • Melvin’s Firmware ist geflasht und seine empfohlenen Settings sind übernommen
  • das Koordinatensystem ist festgelegt (Ursprung = links unten, Details hier)
  • Lightburn habsch weiter eingerichtet (Details hier)

Und dann… hab ich zum ersten Mal den Laser fast bedient. Jaaaa! (c:

Ich kann den Laser jetzt hin und her fahren lassen, das Homing mit den Endschaltern funktioniert ebenfalls. Und auf Knopfdruck blasen lassen kann ich jetzt auch schon. What a day! (c:

Das erste Rumgelaser rückt also näher, und irgendwie liegt so’n Flachwitzwortspiel á la “(Laser-)licht am Ende des Tunnels” in der Luft. Ich lass das jetzt mal so liegen.

One response to “Laser, Teil 3: Die to-do Liste wird kürzer”

  1. […] Zeit war. Aber das wisst ihr ja alles schon, wenn ihr mitgelesen habt (–> Teil 1, 2 & 3 der Brummschen […]

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