Faulenzer-Beet ohne Pflege

Ernten ohne Arbeit: Der Traum aller Gärtner… sort of.

Nein Quark, wir Gärtner lieben die Gartenarbeit, auch wenn wir manchmal bissel drüber fluchen. Kaum ein Hobbygärtner macht das nur wegen der Ernte. Kaum einer von uns täte sich so viel Mühe mit Samenernte und Aussaat, Vorzucht und Umtopfen, Abhärten und Rauspflanzen, Jäten und Schneckenabsammeln, Pflegen und Gießen machen, wenn die Arbeit selbst nicht Teil der Belohnung wäre.

Ich meine, ernsthaft mal.

Wenn man im Supermarkt das Netz Rosenkohl für 69 Cent* sieht… und du weisst, wieviel Arbeit du hast, bis du vom Beet soviel ernten könnntest – vor allem, wenn alle Arten von Kohl der persönliche Endgegner im Gardening-Game sind und du Jahr für Jahr daran scheiterst.

* Das ist jetzt schon ein paar Jahre her, aber das Trauma wirkt bei mir noch nach… Merkt man das sehr? (c;

Inzwischen geht’s bissel besser und hin & wieder gelingt mir sogar ne Kohlernte, keine Sorge. Aber jahrelang wollte da eben so gar nichts gehen, und dann siehst du beim Einkaufen, wie das Zeug gefühlt verramscht wird… Und nein, das war kein Biorosenkohl, also isses eh Äpfel mit Birnen und ich glaube ich habe mich gerade wieder in einer brummschen Abschweifung verrannt…

Was ich sagen wollte: Gärtnern erdet, im Wortsinn. Du kannst spüren, wie der Feierabendpuls (nicht Pils!) runtergeht, sobald du die Pfoten in der Beeterde hast.

Zurück zum Thema: Ernten ohne Arbeit.

Na jedenfalls wär’s doch trotzdem endlos cool, man würde einfach nur ein paar Handvoll Saatgut irgendwo hin werfen und irgendwann später ernten, ohne dass man zwischendurch viel Arbeit reingesteckt hätte.

Oder? Kommt, seid ehrlich.

Ich hab’s neulich wieder mal probiert und so ein Faulenzerbeet Exp(er)iment gestartet.

Aber von Anfang an… Was bisher geschah:

Gestern.

Wem das jetzt vage bekannt vorkommt: Ja, das ist nicht das erste Faulenzerbeet in Brummehausen. Im Mai 2024 hatte ich sowas schon mal probiert, auf einem bis dato funktionslosen schmalen Rasenstreifen zwischen Haus und Hecke. Außer dort durchlaufen, gelegentlich mähen und zweimal im Jahr Hecke schneiden passierte dort …nüscht.

Schmaler Durchgang zwischen dichter Hecke und der Holzfassade des Einfamilienhauses. Am Haussokckel eine Schotterschüttung als Spritzschutz, eine Metallgießkanne steht daneben, ein Kanaldeckel im Boden. Im Hintergrund eine Natursteinmauer. Wasserzeichen: derbrumme.de.

Also hatte ich damals einfach ein paar Handvoll der überflüssigen Bestände aus der [trommelwirbel – niveauloses Wortspiel] brummschen Samenbank hingeworfen.

Draufsicht auf drei weiße Eimer mit verschiedenen Saatgutarten: links spiralförmige Ringelblumensamen, rechts flache runde Samen von Roter Melde mit einzelnen roten Blättern, unten kleine dunkelrote Radieschen-Körner mit Stängelresten. Wasserzeichen: derbrumme.de.

Das Ergebnis war jetzt nicht gerade ein Gamechanger, aber bissel was ist damals schon aufgegangen, und auch heute wächst dort die dritte Generation Schattenbaquieu. Vielleicht wird das irgendwann mal meine eigene Sorte, spezialisiert auf Vollschatten und komplett hartgetrampelte Böden. Wer weiß. Jedenfalls ernte ich jedes Jahr das Saatgut der Handvoll Pflanzen, die da tapfer gedeiht, und verteile sie wieder gleichmä0ig auf der Fläche.

Fast forward ins Frühjahr 2026.

Die Sache mit den Weiden

Wir haben zwei riesige Weiden im Garten, und die müssen aller paar Jahre mal zum Friseur, weil Weiden sich mit der Zeit „überwachsen“ und dann abbrechen.

Winterlicher Garten mit leicht verschneitem Rasen. Dominiert von einer großen Trauerweide und einer Fichte. Im Mittelgrund ein Gartenteich mit trockenem Schilf und Gräsern am Ufer. Im Hintergrund Nachbarhäuser. Wasserzeichen: derbrumme.de.

Dieses Frühjahr war’s mal wieder soweit und im Februar rückte der Profibaumfäller mit Kettensäge, Kletterausrüstung und Helfer an. „Profi“ ist hier übrigens ernst gemeint, der Mann macht das beruflich und weiß genau was er tut. Was auf dem Bild vielleicht halsbrecherisch aussieht, ist nur Schnappschuss einer akribisch vorbereiteten und umsichtig durchgeführten Arbeit. Macht sowas ja nicht selbst.

Baumfällarbeiten an der Trauerweide: Ein Baumkletterer in orangefarbener Schutzausrüstung arbeitet hoch oben im Kronendach mit einer Kettensäge. Wasserzeichen: derbrumme.de.

Ein paar Stunden später sah die Weide dann recht lädiert aus, aber aus Erfahrung wissen wir, dass in spätestens zwei Jahren rund um die Schnittstellen neue „Weidenköpfe“ wachsen werden. Die ersten Triebe sind jetzt Anfang Juni schon einen knappen halben Meter lang…

Weiterer Blick auf die Fällarbeiten: Zwei Arbeiter in orangefarbener Schutzausrüstung stehen mit Kettensäge am Boden neben dem Teich. Die Weide ist bereits stark eingekürzt, abgesägtes Astwerk liegt verstreut. Wasserzeichen: derbrumme.de.

Weiteres Ergebnis: Zwei veritable Holzhaufen.

Ergebnis der Fällarbeiten: Großer Haufen abgesägter moosbewachsener Äste und Stammabschnitte neben dem verbleibenden Baum, daran ein Vogelhäuschen und eine Gießkanne. Im Hintergrund ein weiterer Reisighaufen. Wasserzeichen: derbrumme.de.

Das dicke Zeug wird getrocknet und verbrannt, das Dünne kommt in den Häcksler und wird Mulchmaterial. Ja, Weidenäste treiben sehr gern und schnell wieder aus. Nein, kurz gehäckseltes Weidenhäcksel tut das nicht. Damit kann man gefahrlos mulchen, ohne dass die Beete spontan zu einem neuen Weidenwald werden. Hab ich ausprobiert.

Üppiges Mischkulturbeet mit Holzhäcksel gemulcht und beschriftet: Schieferstecker „A4" (Knoblauch, Möhre, Zuckererbse) und „B4" (Steckzwiebeln „Red Baron", Pastinake Aromata). Dicht bepflanzt mit Porree, Mangold mit Rote Melde, Salat und weiteren Gemüsen. Im Hintergrund weitere Beete und Maschendrahtzaun. Wasserzeichen: derbrumme.de.

Was übrig blieb, war dieser Haufen. Der kam erstmal neben das Kaninchengehege (weil dort Platz war) und sollte zeitnah klein gesägt und weg gestapelt werden.

Großer Holzstapel aus dem Fällholz der Trauerweide, mit Flechten bewachsen, neben dem Tiergehege aufgeschichtet. Im Hintergrund eine Plane. Wasserzeichen: derbrumme.de.

So jedenfalls der Plan…

Im April lag das Zeug immer noch da. Im Mai ebenfalls. Ihr kennt das…

Blick von der Holzterrasse über einen Hängesessel in den Frühlingsgarten. Im Hintergrund drei Maurerkübel mit Gartenwichtelverkleidung, Holzstapel und aufknospende Bäume. Wasserzeichen: derbrumme.de.

Ende Mai konnte ich mich dann aufraffen und eine erfolgreiche „Der Haufen muss weg!“ Aktion vermelden. Nein, ohne Benzin. Und am Schluss sah’s wesentlich ordentlicher aus als im legendären Original. Guckt mal, ist das nicht ein mustergültig aufgeräumter deutscher Garten? Geradezu spießig.

Ich hab kurzzeitig überlegt, daraus eine „Sommerabend-Sitzecke“ zu machen, aber die Sonne bescheint das Plätzchen zu kurz, als dass sich das lohnt.

Gartenbereich im Abendlicht, aufgenommen durch ein A-förmiges Holzgestell einer Schaukel.  Im Hintergrund Holzstapel auf Europalette, Kaninchengehege, blauer Laubrechen. Schatten der fotografierenden Person auf dem Boden. Wasserzeichen: derbrumme.de.

So schön wie das jetzt war, aber…

Natürlich weiß ich dass nicht jeder Quadratmeter des Garten einen Zweck erfüllen muss. Ob das nun der innere BWLer ist oder warumauchf*ckingimmer

Irgendwie ließ mir der leere Fleck keine Ruhe.

Und was mir ebenfalls jetzt gerade akut unter den Nägeln brennt, ist der Komposthaufen. Kaninchenbedingt hat sich dessen Materialeintrag ja nun massiv verändert, denn da kommt regelmäßig Einstreu drauf (wir haben verschiedenes ausprobiert und sind bei Lein-Einstreu geblieben).

Damit verschiebt sich nicht nur das Verhältnis zwischen grünem und braunem Kompostmaterial. Das Einstreu fällt ganzjähig an, logischerweise auch im Winter, wo der Kompost vorher ja außer Küchenabfällen nix zugeführt bekam. Folge: Zum Zeitpunkt des ersten Rasenmähens (Mitte/Ende Mai) haben wir sehr viel von diesem Einstreu auf dem Kompost liegen, das sehnlichst darauf wartet, mit frischem Rasenschnitt, separat aufgehobenem Herbstlaub und halbfertigem Kompost gemischt zu werden.

Halbfertiger Kompost ist gerade im Überfluss da, und das eigentlich zur Unzeit, denn ich brauche den Platz ab jetzt, um einen neuen Haufen anzusetzen, eben mit Rasenschnitt, Herbstlaub und bissel halbfertigem Kompost. Wir sprachen darüber. Mehrfach, langanhaltend und ausdauernd.

Komposthaufen aus teilweise verrottetem Material vor einer Porphyrsteinmauer unter Nadelgehölz. Im Vordergrund eine leere Schubkarre und eine Grabegabel. Wasserzeichen: derbrumme.de.

Also muss Platz geschaffen werden, und ihr ahnt natürlich, wohin das führt…

Schubkarre mit frisch umgeladenem Kompost neben dem Kaninchengehege. Im Hintergrund der Holzstapel auf Europaletten mit grüner Plane, links ein roter Eimer. Wasserzeichen: derbrumme.de.

Richtig, ich lege ein neues Beet an. Das hier sind vielleicht 3×2 Meter (hab nicht nachgemessen), da bekomme ich 5 oder 6 Schubkarren unter.

Großer Komposthaufen um einen Baumstamm verteilt, daneben Grabegabel und Spaten auf dem Boden. Im Hintergrund Holzstapel,  Schaukel und ein blauer Laubrechen. Wasserzeichen: derbrumme.de.

Das Ganze schön glatt ziehen und vor allem fest trampeln, damit es später mal nicht so schnell austrocknet, und – ZACK! – haben wir ein neues Gartenexperiment.

Oh ich kann sie schon hören, die Experten, die mir erklären, dass das nix werden kann: Weil vollschattig, weil viel zu trocken und weil mit nur halbgarem Kompost… (c:

Tiergehege aus Holz und Drahtgitter unter einer Fichtel. Daneben ein ordentlich gestapeltes Holzlager auf Europaletten, mit grüner Plane abgedeckt. Im Hintergrund die Holzfassade des Einfamilienhauses. Wasserzeichen: derbrumme.de.

Jetzt wird die brummsche Samenbank geplündert. Ich ernte regelmäßig zuviel Saatgut, trotz Verschenken an alle in der Familie, an Freunde, Bekannte und Kollegen. Alles was nicht bei drei auf’m Baum und bei vier wieder runtergeschüttelt ist, bekommt Saatgut angeboten. Ich hab sogar im Büroschrank einen Schuhkarton mit prall gefüllten Ziploc Beuteln. Gutes Zeuch!

Saatgutlager auf einem Regal vor einem Fenster: beschriftete weiße Eimer („Pirat", „Spinat 2025"), Pappschalen und Konservendosen mit getrocknetem Saatgut verschiedener Sorten, darunter lesbar „Feldsalat 2025/06" und „Lauch/Porree 14.9.24". Wasserzeichen: derbrumme.de.

Die einzigen beiden Gemüsesorten, die ich diesmal weglasse, sind Mangold und rote Melde. Denn die würden vermutlich alles andere verdrängen. Aber der Rest wird fröhlich durchmischt und dann mittels „breitwürfiger Streutechnik“ mehr oder minder gleichmäßig verteilt. In dem grünen Topf sind übrigens Knoblauchbulbillen, also die Minizehen aus den Knobi-Blüten. Aus denen wachsen im ersten Jahr Rundlinge. Auch die könnte man schon essen, oder halt stehen lassen, denn im zweiten Jahr teilen die sich und werden zu den klassischen Knoblauchknollen mit ihren 10-12 Zehen.

Nahaufnahme eines gemischten Saatguthaufens auf einem weißen Deckel: getrocknete Pflanzenreste, kleine Samen, Spelzen und rötliche Knoblauchbulbillen. Wasserzeichen: derbrumme.de.

Natürlich muss noch ein Schild her (weißer Edding, alternativ Reifenmarker – hält outdoor mehrere Jahre auf Schiefer).

Schiefertafel an einem Baumstamm mit Juteband aufgehängt, beschriftet: „EFCB 2026-05-31 Expimentelles (jawoll, mit Schreibfehler) Faulenzer-Chaos-Beet / Spinat ‚Winterriesen' / Gartensalat ‚Pirat' / Feldsalat / Ringelblumen / Zwiebelsamen / Porreesamen / Knoblauchbulbillen / Rucola". Wasserzeichen: derbrumme.de.

Und ja, den Schreibfehler hab ich erst hinterher bemerkt. Zu meiner Verteidigung: Ich hab das Schild in der Werkstatt geschrieben, wurde bei „Exp…“ von einer verirrten, verwirrten und aggressiven Wespe unterbrochen und wusste augenscheinlich nach dieser Episode nicht mehr so genau, wo ich aufgehört hatte zu schreiben. Ich lass das jetzt so und stehe dazu. (c:

Nach dem Säen noch einmal richtig großzügig angießen…

Frisch ausgebreitete Kompostschicht rund um einen Baumstamm, glatt gerecht. Daneben ein blauer Laubrechen, Kaninchengehege und Holzstapel auf Europaletten mit grüner Plane. Wasserzeichen: derbrumme.de.

Übrigens, so viel Kompost ging für das Beet drauf:

omposthaufen an einer Natursteinmauer unter Nadelgehölz, von anderer Seite als Bild 1. Im vorderen Bereich ist ca. 1 m³ abgetragen. Rechts eine rote Schubkarre und ein Spaten. Wasserzeichen: derbrumme.de.

Später fand ich noch die eingetrockneten Überreste dreier alter Pilzanzuchtsets,…

Nahaufnahme von weißlich-grauem Pilzmyzel aus alten Pilzanzuchtsets, das sich durch verrottetes organisches Material zieht. Wasserzeichen: derbrumme.de.

…die wurden zerkleinert und auf der Fläche verstreut. Wäre doch cool, wenn dort weiße und braune Champignons wachsen täten, oder?

Kompostbeet rund um einen Baumstamm, mit vereinzelten ersten Keimlingen. Im Hintergrund der Holzstapel auf Europaletten. Wasserzeichen: derbrumme.de.

Apropos wachsen – was schätzt ihr denn, wie lange wir uns gedulden müssen, bis da was sprießt?

Na?

Ich löse mal auf: Keine Woche. Das Beet wurde am 31.5. angelegt. Jawoll, absolut illegale Sonntagsarbeit war das. Verklagt mich doch. (c;

Am 4.6. – donnerstags drauf also – seh ich im Vorbeigehen, dass da was grün schimmert. Dafuq?!

Nahaufnahme zahlreicher frisch gekeimter Sämlinge mit runden Keimblättern im Kompostbeet - erster sichtbarer Aufgang des EFCB-Chaosbeets. Wasserzeichen: derbrumme.de.

Spontaner Gedanke: Irgendjemand aus der Familie will mich veralbern und hat da was platziert. Aber nein, das Zeug ist echt:

Nahaufnahme zahlreicher frisch gekeimter Sämlinge mit runden Keimblättern im Kompostbeet - erster sichtbarer Aufgang des EFCB-Chaosbeets. Wasserzeichen: derbrumme.de.

Genau eine Woche später sieht’s dann schon so aus:

Dasselbe Kompostbeet eine Woche später: Die Fläche zeigt flächendeckend ersten Bewuchs. Links blaue Laubrechen und roter Eimer. Im Hintergrund Gehege und Holzstapel. Wasserzeichen: derbrumme.de.

Noch erkenne ich nicht genau, was da aufgeht. Ich tippe auf Radieschen, die haben ja den Ruf, ein Turbogemüse zu sein. Ich bin genauso gespannt wie ihr…

Nahaufnahme des Kompostbeets mit deutlich dichterem Aufgang: runde Keimblätter (vermutlich Salat oder Rucola) und schmale Keimblätter (vermutlich Zwiebeln oder Porree) nebeneinander. Wasserzeichen: derbrumme.de.

Heute.

Von da an sieht man täglich die Fortschritte. Man kann den Pflanzen tatsächlich beim Wachsen zusehen! Heute ist Dienstag der 9.6. – und guckt mal hier, schon aus der Ferne ist der grüne Schimmer intensiver geworden:

Abendliche Gesamtübersicht des Gartenbereichs mit Kaninchhengehege, Fichte, Holzstapel auf Europaletten, Kinderschaukel und Schildkröten-Sandkasten. Trittstein-Weg führt durch den Rasen. Wasserzeichen: derbrumme.de.

In der Abenddämmerung neigen sich alle den letzten Sonnenstrahlen zu…

Bodennahe Aufnahme des Kompostbeets: dichte Reihen junger Sämlinge mit schmalen und breiten Keimblättern — erkennbar verschiedene Arten aus der EFCB-Mischung. Wasserzeichen: derbrumme.de.

…und wenn man aufmerksam ist, kann man einige der kleinen grünen Babies identifizieren. Das langblättrige sind also Ringelblumen, aha.

Makroaufnahme einzelner Sämlinge: ein schmal-blättriger Ringelblumen-Keimling  trägt noch die leere Samenschale an der Blattspitze. Daneben rundblättrige Keimlinge. Wasserzeichen: derbrumme.de.

Die Keimblätter des Spinats sehen fast genauso aus, aber an der Samenform kann man’s gut von Ringelblumen unterscheiden:

Makroaufnahme: ein schmaler Spinatkeimling mit noch anhaftender Samenschale, daneben rundblättrige Sämlinge. Wasserzeichen: derbrumme.de.

Die kleinen rundlichen hab ich noch nicht eindeutig identifiziert, ich tippe auf Radieschen oder Gartensalat. In ein paar Tagen wissen wir mehr.

Nahaufnahme dichter Sämlinge des Chaosbeets: runde Keimblätter mit einem winzigen schwarzen Marienkäfer und einem kleinen Ringelblumensamen auf einem Blatt - erster Besuch von Nützlingen. Wasserzeichen: derbrumme.de.

Überall im Beet wimmelt es von Insekten. Der Kollege hier patroullierte geschäftig ein Pflänzchen nach dem anderen ab. Ich habe ihm mehrere Minuten lang beobachtet und, ganz ehrlich? Das war mein Highlight heute. So friedlich, entspannt, dazu die Abendstimmung, inklusive Vogelkonzert…

 Dieselbe Szene wie im vorherigen Bild, leicht verschobener Ausschnitt: Nahaufnahme dichter Sämlinge des Chaosbeets: runde Keimblätter mit einem winzigen schwarzen Marienkäfer und einem kleinen Ringelblumensamen auf einem Blatt - erster Besuch von Nützlingen. Wasserzeichen: derbrumme.de.

Der Brumme kommt ins Philosophieren

Ich bin ja nicht so der Freund von guten Vorsätzen, aber das war so ein Moment, an dem mir mal wieder klar wurde, dass diese kleinen Freuden täglich um mich rum sind, massenhaft, überall. Man muss nur hinschauen und hinhören. Aufmerksam sein. Das kann man trainieren. Das sollte man trainieren. Ich wage mir gar nicht vorzustellen, wie groß der Zugewinn an Lebensqualität ist, wenn man diesen Skill maxxed… Glück, Demut, Dankbarkeit…

Okay, ich hör‘ schon wieder auf. Der Untertitel des Blogs ist „Freizeitgärtner. Heimwerker. Blogger. Clown.“ und ich will da nicht noch „Philosoph“ ergänzen müssen. Kommt ja dann vermutlich keiner mehr hierher. (c;

Oh, noch was…

Morgen.

Ich hatte im Herbst versucht, den Holunderstrauch zu verarzten, der sich am Komposthaufen irgendwann mal selbst angesiedelt hatte. Dem war der wichtigste Ast angebrochen und ich hatte versucht, diesen Bruch mit einer Schlauchschelle zusammenzuhalten, aber das ging schief:

Screenshot eines Facebook-Beitrags von Daniel Brumme (derbrumme.de, 7. Juni 2025) mit der Frage „Ist mein Holunderbaum noch zu retten? Und wenn ja: Wie?". Der Text beschreibt, dass ein beim Fällen eines Nachbarbaums entstandener Riss die Y-förmige Gabelung des selbst angesäten Holunders tief eingerissen hat. Eine Stahlschelle konnte die Ausbreitung nicht verhindern; an der Bruchstelle haben sich Blattläuse eingenistet. Der Autor fragt nach Möglichkeiten, die Äste zusammenzuziehen und die Wunde zu versiegeln. Drei Fotos zeigen den blühenden Holunder in der Gesamtansicht sowie Nahaufnahmen des gerissenen Stamms mit sichtbarer Stahlschelle. Wasserzeichen: derbrumme.de.

Meine Lieblingsgartengruppe hatte mir wie immer ganz toll geholfen, mehrere Wurzelwerker hatten damit praktische Erfahrungen, und ich bekam sogar eine handschriftliche Anleitung. Einfach tolle Menschen!

Also tat ich mehrere Stecklinge pflanzen. Letzlich ist nur einer durchgekommen, und den haben wir jetzt in die Nähe der Terrasse gesetzt. Der kleine Miniholunder hat schon seinen kleinen Hofstaat, hauptsächlich Ringelblumen und natürlich der allgegenwärtige Baquieu.

Junger Holunderstrauch mit kräftigen, gesägten Blättern, am Fuß begleitet von Salat, Breitwegerich und Hahnenfuß. Im Hintergrund blühende Wiese mit gelbem Hahnenfuß, Tiergehege und Holzstapel. Wasserzeichen: derbrumme.de.

Hab ich da mit einer Handvoll gemischtem Saatgut nachgeholfen? Möglicherweise. (c;

Derselbe junge Holunderstrauch aus leicht veränderter Perspektive im Abendlicht, mit Salat am Fuß und umgebenden Wildkräutern. Im Hintergrund ein Holzgebäude, Gartenbereich mit gelbem Hahnenfuß und Tiergehege. Wasserzeichen: derbrumme.de.

Dort hat er schön viel Licht und Platz und ich hoffe, dass das ein richtig stattlicher Holunderstrauch wird. Sozusagen der brummsche Hausholunder. In ein paar Jahren kann ich dann auf diesen Artikel hier verlinken und sagen „Guckt mal, so klein war der 2026!“…

Drückt uns die Daumen!

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