Das erste 26er Umtopfen

Nach der ersten Aussaat des neuen Gartenjahres am 30.12 (Gartenjahr ist halt nicht Kalenderjahr) konnte ich heute erstmalig umtopfen.

So richtig zufrieden bin ich nicht: 42 Samen ausgesät, aber nur 18 sind was geworden.

Der Rest ging nicht auf, und eine Handvoll Keimlinge ist außerdem der Umfallkrankheit zum Opfer gefallen, bei der die Stängel der frisch gekeimten Jungpflanzen dicht über’m Boden verdorren und die Keimlinge dann einfach umfallen. Gegen diese Pilzkrankheit kannste meines Wissens als Hobbygärtner kaum was machen, aber glücklicherweise kommt das in Brummehausen auch nicht so oft vor. Wenn, dann passiert das bei mir meist in der Phase, in der die Jungpflanzen nur Keimblätter haben; später wenn sie dann kräftiger sind, kaum noch. Muss ich wohl so hinnehmen… oder kennt ihr ne praktibable und wirksame Maßnahme dagegen?

Na jedenfalls ist heute thunsche Pflanzzeit und ein Frucht-Tag, also genau richtig um Tomaten und Paprika größer zu topfen. Rein von der Größe her hätten die auch noch in der Anzuchtschale bleiben können – die sind nicht so sehr gewachsen, wie man es nach einem Monat hätte erwarten können. Das ist aber auch keine Überraschung, denn ich habe diesmal als Anzuchterde eine Mischung genommen, in der nicht nur 1/3, sondern mehr als die Hälfte Sand war, der Rest war alter Kompost, in dem schon mehrere Saisons Pflanzen wuchsen – also vermutlich schon viele Nährstoffe rausgezogen wurden. Kurz: Das ist eine ziemlich nährstoffarme Anzuchterde gewesen, da isses klar dass es keine Wachstumsexplosion gibt.

Warum hab ich das gemacht? Weil ich wollte, dass die Kleinen nicht sofort los schießen, sondern erstmal ordentlich in ihr Wurzelsystem investieren. Wenn die nämlich von Anfang an in Erde stehen, die alle Nährstoffe im Überfluss bereitstellt, dann haben sie es gar nicht nötig, viele Wurzeln auszubilden. Der Plan ging diesmal auch auf, denn tatsächlich hatten hatten sie durch die Bank mehr Wurzeln als die meisten Jungpflanzen, die ich sonst in diesem Alter umtopfe:

Ich vermute trotzdem, dass ich es mit dem Sandanteil etwas übertrieben habe und schreibe zumindest einige der nicht aufgegangenen Pflanzen dem Nährstoffmangel zu. Genauer werd‘ ich das nicht rausbekommen – es bleibt bei solchen Vermutungen. Und das ist beim Gärtnern ziemlich oft so, damit musste als Hobbygärtner leben.

Weil ich nicht gut geplant habe, hatte ich just heute nicht genug aufgetaute Erde zur Hand, um die Dosen zu füllen. Also taut jetzt welche vor’m Ofen auf und ich hoffe, dass ich den Rest der Pflanzen heute noch eingetopft bekomme… (c:

Zwei Stunden später…

So, und jetzt stehen 18 frisch umgetopfte Jungpflänzchen in der Brummschen Speisekammer, die von außen – wie immer um diese Jahreszeit – leuchtet wie ein Hamburger Hafenpuff:

Memo an mich selbst: Schleunigst das Rote LED-Herz suchen & aufhängen! (c:

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