Bautagebuch Gartenhaus, Kapitel 1: Präludium

Vorwort

…oh Gott, jetzt schreibt der Brumme schon Vorworte für Blogposts!

Jawoll, tut er. Is ja auch mein Blog, da kann ich machen was ich will. So. (c;

Aber ernsthaft, ein paar erklärende Worte vorneweg tun not: Ich wollte ursprünglich mit dem Bautagebuch warten, bis die Hütte fertsch ist. Und dann alles in einem Artikel raushauen. Wie naiv ich war.

Erstens würde das ein megalanger Artikel, den wohl kaum einer zu Ende lesen täte. Zweitens weiß ich nichtmal ansatzweise, wann das Gartenhaus „fertig“ sein wird. Jetzt könnte ich natürlich den Artikel bis zum Schluss im Entwurfsstadium lassen, aller paar Tage auf den neusten Stand bringen und am Ende komplett veröffentlichen. Aber ich kenne mich, das wird nüscht auf die Art. Da geht mir irgendwann die Motivation flöten. Also wird das ein Mehrteiler. Warum auch nicht.

Jetzt ist der Schaden aber schon angerichtet und der Bau ist – Stand September 2021 – schon halbwegs weit gediehen. Also schreibe ich alles bisherige nach, bis ich wieder in der Gegenwart angekommen bin. Das wird ein paar Kapitel dauern, denn immerhin ging die Geschichte im November letzten Jahres los. Nur damit ihr das wisst.

Ende des Vorwortes. Danke für eure Geduld. (c;

Rückblick, oder: Wie alles begann.

Zwanzichzwanzich war ja eher ein nur so mittelgutes Jahr. Pandemie und so. Lockdown, Homeschooling, Coronakurzarbeit. Ihr kennt das. Wenn nicht aus eigener Erfahrung, dann aus Presse, Funk und Fernsehen. Mir ging’s da nicht anders: Ich war mehrere Monate lang wie viele meiner Kollegen zuhause. Während ich sehr gern Arbeiten gehe (wirklich!), hatte ich – von den finanziellen Einbußen abgesehen – aber auch kein Problem, daheim zu hocken. Wobei hocken… das impliziert Langeweile oder Nichtstun, Apatie gar.

Nichts könnte weiter von der brummschen Realität entfernt sein. Es war nie „genug“ Zeit, um die brummsche to-do Liste auch nur ansatzweise abzuarbeiten. Wie immer kamen neue Punkte schneller druff, als ich sie abarbeiten konnte. Tragik meines Lebens, ich Armer…

Ich hatte mich schon vor 2020 mich schon mit dem Gedanken eines Gartenhäuschens getragen: Für den Bau unseres Wohnhauses mussten nicht nur eine ganze Menge Bäume weichen (denen ich heute noch ein bisschen nachtrauere!), sondern auch zwei größere Gartenschuppen. Und das Zeug, was darin untergebracht war, belegt nun woanders im Garten wertvollen, weil chronisch knappen Stauraum.

Klar, jetzt kann man sich natürlich irgendsone Zammbauhütte ausm Baumarkt liefern lassen. Und dann hat man das selbe Modell, was aller drei Gärten rumsteht. Wäre prinzipiell kein Problem für mich – ich muss ja nich auf Krampf den Individualisten raushängen lassen. Aber diese Baumarktmodelle gefallen mir alle nicht, da hab ich überall was dran zu meckern. Ein Selbstbau muss also her.

Die Ideensammlung ist schon einige Jahre alt und umfasst so um die fünfhundert Bilder von Garten- und Gewächshäusern…

Wer die Wahl hat…

Tja, so richtig hilfreich war das auch noch nicht – die Auswahl toller Gartenhäuser ist einfach zu groß. Daher kam ich bis November 2020 nicht über das Ideensammeln hinaus. In den Lockdown-Monaten wäre zwar theoretisch viel Zeit gewesen, aber eben nur theoretisch. Es gab immer mehr genug zu tun – so viel, dass das Thema Gartenhaus wieder hinten runter purzelte. Im Oktober und November war ich mit der Erstellung eines Ebooks gut beschäftigt, aber als das dann durch war, da war endlich wieder Platz im Kopf.

Wie so oft habe ich die Planung nicht systematisch begonnen – ich habe mit dem Dach angefangen. Der alte Ostfriesenwitz, ich weiß schon. Ich war dann aber über hochtransparente Sinuswellplatten aus 3mm starken Acryl gestolpert und fand die auf Anhieb perfekt geeignet, denn damit käme deutlich mehr Licht rein als wenn ich nur große Fenster einbauen täte. Und schwupps, war das Thema Gartenhaus wieder akut, und ich plötzlich hochmotiviert! (c:

Ich wusste auch schon länger, wo die Hütte stehen soll: Ich hab einen ca. 1,5×1,5m großen Schacht im Garten, den ich als „richtigen“ Lagerkeller nutzen will, und darüber muss das Häusschen stehen. Was ich noch nicht festgelegt hatte, war die konkrete Größe & Form. Die Schachtposition ist leider nicht gerade optimal in Bezug auf das „Drumherum“, da er schief und schräg im Grundstück liegt.

Maximal wären 3x5m Grundfläche drin, aber es würde vermutlich kleiner werden – ich will mir ja nicht den Garten zubauen. Und evtl. auch nicht rechteckig, sondern trapezförmig. Ich hatte noch keinen Plan auf Papier gemacht oder in Bits gemeißelt, sondern erstmal ein paar Äste an die mutmaßlichen Eckpunkte in die Erde gekloppt. Das war der Stand am 21.11.2020:

Hey, sehr gut – es geht voran!

…except, not.

Viel weiter kam ich in den nächsten Tagen nicht, denn mich hat die Frage der Optik wieder ausgebremst: Es gibt einfach viel zu viele tolle Ideen, wie so ne Hütte aussehen kann! Das Best of Gartenhaus Bild oben hatte ich dann in „meine“ Lieblingsgartengruppe gestellt, damit die Wurzelwerk-Crew weiß worauf ich stehe, und habe dann… um mehr Inspirationen gebeten.

Klar, was sonst?! Ich hatte ja auch erst drölfzigdausend Bilder gecheckt..! Soviel zur effizienten Herangehensweise. Wer jetzt fazialpalmieren möchte, kann das gerne tun. Gelohnt hat sich die Aktion trotzdem, wenn auch anders als gedacht:

Ihr seht schon, die Diskussion ist ganz leicht entartet… Genau deshalb liebe ich diese Community so! (c:

Leider ist dann erstmal wieder ne Weile lang nüscht passiert. Weihnachten stand vor der Tür und es gab auch so jede Menge „real life stuff“ zu tun. Erschreckend eigentlich: Da geht man schon nicht arbeiten und hat trotzdem nicht genug Zeit… Luxusproblem, I know.

…wobei, ganz stimmt das nicht: Zumindest die Planung ging weiter. Zusammen mit dem Zimmermann meines Vertrauens konkretisierte sich digital (in Sketchup) nach und nach die Idee:

Erster Entwurf

Die Fenster wurden noch ein bisschen umgerückt, damit von Westen her mehr Licht reinkommt….

Zweiter Entwurf

…und der der Dachüberstand wurde ebenfalls trapezförmig, damit wir auf einen abstützenden Pfosten außerhalb des Hauses verzichten können. Und weil’s so besser aussieht:

Dritter Entwurf.

Und bei dieser Form ist es dann auch geblieben.

Soviel zum Präludium. Im nächsten Kapitel passiert dann auch endlich was „in echt“. (c;

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