Alles für die Pflanzenvorzucht: Stempel gravieren

Gestern, ich so:

Zweite Woche im neuen Job. Kollegin witzelt rum, dass sie gern einen dieser alten “ABGELEHNT” Stempel hätte.

Die wird morgen Augen machen. (c:

Stolz wie bolle den fertigen Stempel meiner Frau gezeigt.

Reaktion 1: Stirnrunzeln.

Reaktion 2: “Müsste der nicht spiegelverkehrt sein?

(…)

Ja, muss er. Natürlich muss er das.

Ich Idiooot! )c:

Na gut, war’n langer Tach…

Also nochmal zurück an den Laser. Muss ja.

So, hier nochmal in fertig. Mit Holzleim auf ein Stück eines alten Besenstiels geklebt.

Und, Daniel – wie hat die Kollegin reagiert?

Gar nicht. Denn:

Natürlich hab ich heute früh vergessen, den Stempel einzupacken. War ja klar.

Aber das wollte ich gar nicht erzählen, bzw. das ist nur die langatmige Vorgeschichte. Was ich eigentlich loswerden wollte:

Heute hat jemand in der Wurzelwerk-Gartengruppe ein mit so nem Brandmal-Lötkolben beschriftetes Holzstäbchen* präsentiert, auf das “Paprika” graviert wurde. Für die Jungpflanzen der diesjährigen Vorzuchtsaison. Diese Eisstäbchen hatten es mir schon immer angetan, die haben ne lange Vorgeschichte bei mir, die hier im Blog auch gut dokumentiert ist. Guckst du hier:

Diese Eisstäbchen-Pflanzstecker waren ja der Auslöser dafür, dass ich mir nen Laser gekauft hatte, der berühmte Tropfen, wissenschon… Weil ich die nicht nur stempeln (mit gekauften Zahlenstempeln), sondern auch gravieren wollte. Will sagen: Wenn also jemand irgendwas mit Holzstäbchen macht, kribbelts bei mir.

* ähnlich wie die Eisstäbchen, die man auch ohne Eis drumrum kaufen kann, ihr wisst schon

Und da ich gestern erst oben erwähnten Stempel graviert hatte, war klar dass

a) sowas geht – also prinzipiell jetzt. Wie gut man mit Holz stempeln kann, muss ich noch probieren.

b) son Stempel fix designt ist (keine 5 Minuten), der Laser nur unwesentlich länger zum Gravieren & Ausschneiden braucht und

c) …ach shice auf c), ich mach das jetzt einfach!

Lange Rede, kurzer Sinn: Hier ist das fertsche Teil. Superschnell erstellt, das Schreiben dieses Artikels hat wesentlich länger gedauert.

Die technischen Details:

  • Lasermodell: Sculpfun S30 (10W)
  • Material: 3 mm Sperrholz
  • Schnittparameter: 800 mm/min, 85% Leistung, Konstant Leistung = on, Air Assist = on
  • Gravurparameter: siehe Screenshot

So, und jetzt muss ich weg, die Stempelfarben der Kinder suchen gehen.

Updates, sobald es Ergebnisse gibt! (c;

Update, Freitag der 13.

Der Stempel kam gut an. schonmal gut. (c:

Erkenntnis 1: Wir werden wohl viel zu selten Gelegenheit bekommen, den zu benutzen, um irgendwas theatralisch abzulehnen. (c;

Erkenntnis 2: Wir haben kein separates Stempelkissen im Büro, nur diese Kombidinger mit eingebautem Kissen. Was uns nur auf-, aber nicht abgehalten hat. Ergebnis: Der Stempel funktioniert genau wie er soll.

Vom “ABGELEHNT” -Motiv hab ich leider kein Foto gemacht, hier aber der Test mit der Stempelfarbe der Kinder und dem Paprikastempel:

Das Druckbild ist recht OK, finde ich. Je nachdem wieviel Tinte drauf ist, wie lang und wie fest man den Stempel auf’s Papier drückt, bekommste ein sauberes Druckbild oder eben ein fleckiges. Das geht auch noch besser als diese drei Versuche im Foto.

Für Kinderspielzeug auf jeden Fall ausreichend, für viele private Zwecke sicher auch. Spannend wäre natürlich, wie lange so’n Stempel hält. Aber ich hab jetzt wenig Motivation, einen Lebensdauertest zu machen… (c;

Ich hab seit Monaten zwei Stempelgummi-“Blätter” da, die explizit laserbar sind. An denen könnte ich irgendwann demnächst mal rumprobieren, aber die waren recht teuer und ich warte noch, bis ich da einen wirklich relevanten use case habe.

Daraus folgt: Ich hab jetzt ne weitere einigermaßen coole Verwendung für Sperrholzplattenreste. Hurra! (c:

Und wie gehts jetzt weiter?

Mir kam gerade eben beim Update-Tippen ne spontane Idee: Mit größerem Flächeneinsatz (also nicht die oben erwähnte Restplattenverwertung) könnte ich Dungeongeomorph-Stempel machen. Also keine Würfel, sondern so ca. 10×10 cm große Stempel, mit individuellen Geomorphen. Und zwar in einem rollenspieltauglichen Maßstab, sodass man dann die üblichen 1:28 bis 1:35 Miniaturen auf die Karte stellen kann. Solche Stempel kann man ja in vier Richtungen drehen und bekommt so pro Geomorph vier Varianten, mit denen man eine Karte generieren kann. Ich hoffe ihr versteht was ich meine…

Alternative: Der neulich gelaserte Geomorph-Würfel – statt die einzelnen Seiten mit Geomorph-Bildern zu gravieren, könnte ich die Motive auch so tief eingravieren, dass man den Würfel selbst als Stempel verwenden kann. Das ist dann natürlich nicht mehr in einem Maßstab, wo man das Ergebnis als Karte auf den Spieletisch legen und die Miniaturen drauflegen kann, klar. Dafür müsste der Würfel viel größer sein, sagen wir 10 cm Kantenlänge, und das ist unpraktisch. Aber mit einer Handvoll solcher Würfel kann hat man 5 x 6 x 4 = 120 verschiedene Geomorphe stempeln, wenn man die jeweils um 90° dreht. Reicht für nen Zufallsgenerator erstmal aus, und damit haste als SL (Spielleiter) ganz fix ne Karte erstellt.

Ich schätze, das könnte das Wochenend-Projekt werden. Wobei das mit mehreren anderen Ideen um die recht knappe Zeit konkurriert. Fortsetzung folgt.

Kommentar verfassen